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Fragen rund um den Etikettendruck...

Etikettendruck auf Kunststoff - warum geht das eigentlich?

Der preisliche Vorteil liegt eindeutig bei Papieretiketten - auch, wenn es sich um Papier handelt, das beschichtet ist. Trotzdem liegt die Frage auf der Hand: Wie funktioniert das eigentlich mit dem "Thermotransferdruck"? Das Prinzip ist recht simpel: Der Drucker schiebt das Etikett unter dem Druckkopf durch und transportiert das Thermotransferband mit. Das Thermotransferband ist nichts anderes als eine Art "Durchschlagpapier", das man von "damals" kennt - mit dem feinen Unterschied, dass es die Farbe nicht überträgt, wenn mechanisch darauf eingewirkt wird. Die Farbe wird vielmehr auf dem Etikett appliziert, wenn das Band erhitzt und dabei auf das Etikett gepresst wird. Einmal auf dem Etikett appliziert, bleibt die Farbe haften. Das Thermotransferband wird vom Drucker abgezogen und aufgenommen.

Welcher Kunststoff kommt für den Etikettendruck in Frage?

Grundsätzlich kommen folgende Kunststoffe für den Etikettendruck in Frage:

- Polyester (PET)

- Polyethylen (PE)

- Polypropylen (PP)

- Polyvinylchlorid (PVC)

- beschichtete Papieretiketten

Polyester Etiketten:

Polyester, welches korrekt Polyethylenterephthalat heißt, wird durch die so genannte Polykondensation gewonnen.

Polyester ist besonders widerstandsfähig gegen Wasser, Benzin, Fette, Alkohol, Säure und Laugen und UV Strahlung. Was es aber als Etikett besonders interessant macht ist die große Temperaturbeständigkeit: Denn im Temperaturbereich von etwa -60°C bis +150°C zieht sich PET weder zusammen, noch dehnt es sich aus.

Polyester findet man als PET Mehrwegflaschen im Getränkemarkt, aber auch als PET Kunstfaser in der Textilindustrie.

Wir verwenden PET bei unserem Kombietikett PET_5032, welches durch die Temperaturstabilität besonders robust ist.

Polyethylen Etiketten:

Bei der Herstellung von Polyethylen werden die Gase Propen und Ethen unter hohem Druck und mit Hilfe eines Katalysators zu diesem vielseitig verwendbaren, recyclebaren Kunststoff verbacken.

Dabei kommt PE ganz ohne Weichmacher , Silikone oder Schwermetalle aus. Der große Vorteil ist die toxykologische Unbedenklichkeit. So lassen sich PE Etiketten sehr gut in Hygienebereichen wie Küchen verwenden. PE Etiketten sind recht Alterungsbeständig - besitzen allerdings einen begrenzten Widerstand gegen UV Strahlung.

Man kennt Polyethylen von den Tüten aus dem Supermarkt (die mittlerweile nicht mehr verkauft werden dürfen), Eimer und Gefrierbeutel, Shampooflaschen und Lebensmittelverpackungen - sowie als Ummantelung von Kabeln.

PE ist bei uns das meist gebrauchte Etikettenmaterial. So findet es sich bei den flexiblen Kabeletiketten wie dem PE_2025_flex genauso wie bei den Kombietiketten wie dem PE_6040_Kombi, bei Sicherheits- Geräteetiketten wie dem PE_3015_VOID.

Polypropylen Etriketten:

Ebenfalls aus Propen bestehen Etiketten mit der Materialbezeichnung "Polypropylen" oder kurz PP. Polypropylen wird durch die so genannte "Kettenpolymerisation" des Propen gewonnen. Es ist etwas steifer als PE, dafür von Natur aus transparenter.

Man kennt Polypropylen Etiketten von Verpackungen mit dem so genannten "No Label" Look: z.B. transparente Etiketten im Kosmetikbereich. Aber auch wir machen uns bei unserem Etikett "PP3523_CAB - das Elegante", die Transparenz des PP zum Versiegeln der Nutzinformation auf dem Kabel zunutze.

Polyvinylchlorid Etiketten:

PVC gibt es tatsächlich in zwei ganz unterschiedlichen Varianten: als Hart- oder Weich PVC. Dabei wird die harte Variante gerne im Fensterbau oder für Schallplatten verwendet, während das weich-PVC bei PVC-Böden oder Kabelmänteln kennt. PVC steht für Flexibilität, Rissfestigkeit, Weichheit sowie Beständigkeit gegen Öle und Laugen.

Der Nachteil des PVC ist der Weichmacher, der zwangsweise in Etiketten verwendet wird, um diese flexibel zu machen. Das lässt das Etikett leicht nach dem Weichmacher riechen. Deswegen eignet sich Weich-PVC nicht, wenn Lebensmittel mit den Etiketten in Kontakt kommen können.

Dafür können PVC Etiketten in allen möglichen Farben hergestellt werden - Wie unsere Etiketten VI_30_GN sowie VI_30_BLU, die durch ihre der leuchtenden Farben brillieren.

Papier Etiketten:

Hier gibt es wieder zwei Varianten: das reine Papier und das beschichtete Papier. Als ebenfalls recyclebares Naturprodukt ist reines Papier für die Herstellung von dauerhaften Kennzeichnungen wenig geeignet. Es nimmt Öle, Fette und vor allem Wasser auf und verliert dadurch seine Festigkeit. Auch ist es nicht annähernd so reißfest wie Etiketten aus Kunststoff.

Das sieht bei beschichtetem Papier schon besser aus - wobei auch hier die Widerstandsfähigkeit von Kunststoffetiketten nicht erreicht wird. Aufgrund der Saugkraft des Papiers wählt man für unbeschichtetes Papier ein Wachsband, für beschichtetes Papier eine Kombination aus Wachs- und Harzband.

Wir nutzen aus diesen Gründen keine reinen Papieretiketten, sondern ausschliesslich beschichtetes Papier - und das auch nur bei den günstigeren Etiketten. Gerade beim "Defekt" Etikett kann von einer geringen Lebenserwartung ausgegangen werden: Das Etikett wird aufgebracht und das hiermit markierte Gerät umgehend entsorgt. Hiersteht dann eher die Recyclingfähigkeit des Papiers im Vordergrund.

Papieretiketten aus Thermopapier kennt man von alten Faxgeräten - oder noch heute vom Kassenbon. Solche Etiketten werden auch gerne von kleinen Druckern bedruckt, die man direkt an das 0701/0702 Prüfgerät anschließen kann. Da diese Papiersorten allerdings nicht annähernd ausreichend UV fest sind, verbietet sich auch hier die Verwendung, wenn langfristig etikettiert werden soll.

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